Heritage-Outerwear erklärt: Dufflecoat, Trenchcoat, Cabanjacke und Fieldjacket - Wellington of Bilmore

Heritage-Outerwear erklärt: Dufflecoat, Trenchcoat, Cabanjacke und Fieldjacket

Britische Heritage-Outerwear umfasst mehr als klassische Mäntel: Dufflecoat, Trenchcoat, Cabanjacke und Fieldjacket sind Klassiker mit eigener Herkunft, eigenen Merkmalen und eigenen Trageregeln, vom Mantel bis zur Jacke. Wer die Unterschiede kennt, trifft beim Kauf die treffsicherere Wahl und kombiniert die Stücke anschließend stilsicher. Dieser Ratgeber führt durch die vier wichtigsten britischen Heritage-Outerwear-Klassiker, von der Royal Navy bis ins moderne Country-Outfit.

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Zuletzt aktualisiert am 13. August 2026

Merinowolle: Eigenschaften, Vorteile und richtige Pflege Du liest Heritage-Outerwear erklärt: Dufflecoat, Trenchcoat, Cabanjacke und Fieldjacket 10 Minuten Weiter Old Money Stil: die Prinzipien hinter zeitloser britischer Eleganz

Das Wichtigste in Kürze

  • Dufflecoat: dicker Wollmantel mit Knebelverschluss und Kapuze, ursprünglich für die britische Royal Navy.
  • Trenchcoat: knietiefer doppelreihiger Regenmantel aus Gabardine, entwickelt für britische Offiziere im Ersten Weltkrieg.
  • Cabanjacke (Pea Coat): kurzer, doppelreihiger Wollmantel mit breitem Revers, ursprünglich aus der französischen Marine.
  • Fieldjacket: robuste, mehrtaschige Funktionsjacke mit militärischer Herkunft, heute Klassiker im Country-Look.

Dufflecoat: der nordische Wintermantel

Der Dufflecoat ist einer der ältesten Heritage-Mäntel überhaupt. Sein Name geht auf die belgische Stadt Duffel zurück, in der der charakteristische schwere Wollstoff ursprünglich produziert wurde. Bekanntheit erlangte der Mantel jedoch in Großbritannien: Die britische Royal Navy nutzte ihn ab dem späten 19. Jahrhundert als robuste Winteruniform an Bord. Field Marshal Bernard Montgomery, im Zweiten Weltkrieg eine der prägenden Figuren der britischen Streitkräfte, trug ihn so prominent, dass der Dufflecoat im englischen Sprachraum noch heute gelegentlich „Monty Coat“ genannt wird.

Die Merkmale sind klar definiert. Der Mantel besteht aus dicker Walkwolle, in der Regel hüftlang bis knielang. Statt mit Knöpfen wird er mit Knebelverschlüssen geschlossen, sogenannten Toggles aus Holz oder Horn, die mit Lederschlaufen an der Mantelfront befestigt sind. Diese Konstruktion erlaubt das schnelle Öffnen und Schließen mit Handschuhen, ein praktischer Vorteil an Bord. Die Kapuze ist großzügig geschnitten, damit sie über die klassische Marinemütze passt. Klassische Farben sind Camel, Anthrazit und Marineblau.

Im modernen Outfit funktioniert der Dufflecoat besonders gut zu Strick, Jeans oder Cordhosen und festen Lederschuhen. Er ist der ehrliche Wintermantel mit Country-Charakter, weniger formell als der Trenchcoat und weniger maritim als die Cabanjacke. Wellington of Bilmore führt Dufflecoats für Herren und Dufflecoats für Damen in klassischen Heritage-Schnitten.

Dufflecoat ”Men’s Duffle” für Herren in camel - Wellington of Bilmore

Dufflecoat ”Men’s Duffle” für Herren in camel

Trenchcoat: der klassische Regenmantel aus den Schützengräben

Der Trenchcoat ist der jüngste der vier Klassiker und gleichzeitig der modisch wirkungsvollste. Seine Herkunft liegt im Ersten Weltkrieg: Britische Offiziere benötigten in den Schützengräben (englisch trenches) einen Mantel, der gleichzeitig vor Wind, Regen und Kälte schützte und genügend Platz für Ausrüstung bot. Die Marken Burberry und Aquascutum lieferten die ersten serienreifen Modelle aus wasserabweisendem Gabardine, einem Stoff, den Thomas Burberry bereits 1879 entwickelt hatte. Nach dem Krieg etablierte sich der Trenchcoat als ziviler Mantel und wurde durch Filme und prominente Träger zum bis heute lebendigen Stil-Klassiker.

Die typischen Merkmale gehen direkt auf die militärische Funktion zurück. Der Mantel ist doppelreihig geknöpft, knietief und mit einem Gürtel mit D-Ringen ausgestattet, an denen ursprünglich Ausrüstung getragen wurde. An den Schultern sitzen sogenannte Schulterklappen (Epauletten), die einst Rangabzeichen aufnahmen. Auf der rechten Schulter findet sich häufig eine zusätzliche Sturmpatte, die das Gewehr beim Schießen vor Nässe schützen sollte. Der klassische Farbton ist ein gedecktes Khaki oder Beige, ergänzt durch Marineblau und Anthrazit als moderne Varianten.

Die Länge bestimmt den Charakter: Der klassische Trenchcoat ist knietief und wirkt am formellsten, kürzere und mittellange Schnitte sind moderner und alltagstauglicher, längere Varianten betonen die elegante Silhouette. Besonders in der Damenmode ist der kurze Trenchcoat eine eigene, sehr gefragte Kategorie.

Im modernen Outfit ist der Trenchcoat der vielseitigste der vier Klassiker. Er funktioniert über einem Anzug, zu Hemd und Hose, zu Jeans und Strick und genauso zu einem klassischen Etui-Kleid. Wellington of Bilmore führt Trenchcoats für Herren und Trenchcoats für Damen in klassischen Schnitten und Farbvarianten.

Damen Trenchcoat ''Darby'' in beige - Wellington of Bilmore

Damen Trenchcoat ''Darby'' in beige

Cabanjacke: der maritime Doppelreiher

Die Cabanjacke, im Englischen Pea Coat, hat ihren Ursprung in der niederländischen und französischen Marine des 18. Jahrhunderts. Der Name leitet sich vermutlich von dem niederländischen Wort „pijjekker“ für einen groben Wollstoff oder vom französischen „caban“ ab, das im Mittelmeerraum als Bezeichnung für einen mantelartigen Überzug verwendet wurde. Über die französische Marine fand der Mantel den Weg in die britische und amerikanische Flotte und etablierte sich im 20. Jahrhundert als ziviler Klassiker.

Die Merkmale sind unverkennbar. Die Cabanjacke ist hüftlang, doppelreihig geknöpft und aus schwerer, kompakter Wolle gefertigt. Charakteristisch sind das breite Revers mit hoher Knöpfung, große Knöpfe (häufig Anker-geprägt) und seitliche Eingriffstaschen. Die klassische Farbe ist Marineblau, ergänzt durch Anthrazit und Schwarz. Die schwere Wolle macht die Jacke windabweisend und wärmend, ohne wie ein dicker Wintermantel zu wirken.

In Begriffsfragen taucht häufig die Verwechslung zwischen Caban, Cabanjacke und Cabanmantel auf. „Caban“ ist der französische Originalbegriff für den Klassiker, „Cabanjacke“ ist die deutsche Bezeichnung für die klassische hüftlange Variante und „Cabanmantel“ steht für die längere, knielange Adaption, die das maritime Design in einen Mantelschnitt überträgt. Alle drei beruhen auf demselben Vorbild.

Im modernen Outfit ist die Cabanjacke die elegante, urbane Alternative zum Dufflecoat. Sie funktioniert zu Hose und Hemd, zu Jeans und Strick und schmiegt sich auch an einen Anzug an, ohne wie ein klassischer Mantel zu wirken. Wellington of Bilmore führt Cabanjacken für Herren und Cabanjacken für Damen. Wer die längere Mantelvariante sucht, findet klassische Zweireiher-Mäntel für Herren in ähnlicher Tradition.

Caban ''Kathy'' aus Harris Tweed in evergreen - Wellington of Bilmore

Caban ''Kathy'' aus Harris Tweed in evergreen

Fieldjacket und Feldjacke: die robuste Country-Wahl

Das Fieldjacket, im deutschen Sprachraum auch Feldjacke genannt, hat seine Wurzeln in der militärischen Geländeausrüstung. Die bekannteste Variante ist das amerikanische M-65 Field Jacket aus den 1960er-Jahren, das im Vietnamkrieg zum Standard der US-Armee wurde und heute der ikonischste Vertreter der Gattung ist. Eine zweite Linie führt über die britischen Streitkräfte und die britische Jagdtradition, in der robuste Außenjacken mit reichlich Stauraum seit Jahrhunderten zur Standardausstattung gehören.

Die Merkmale machen das Fieldjacket sofort erkennbar. Vier große, aufgesetzte Außentaschen mit Klappen bieten Stauraum für Karten, Munition oder Werkzeug. Schulterklappen, ein robuster Stehkragen mit verstaubarer Kapuze und ein Tunnelzug an Bund und Taille sorgen für Anpassbarkeit. Die typischen Stoffe sind dichter Baumwolltwill, Sateen, gewachste Baumwolle oder im britischen Country-Stil Tweed. Klassische Farben sind Olive, Sand, Khaki und Dunkelbraun.

Im britischen Country-Stil verbindet das Fieldjacket militärische Funktion mit heritage-typischen Materialien wie gewachster Baumwolle und Tweed. Damit steht es dem klassischen Country-Look nahe und ergänzt Dufflecoat und Cabanjacke als robustere, funktionale Übergangsoption.

Herren Fieldjacket ''Bristol'' aus Harris Tweed in green overcheck - Wellington of Bilmore

Herren Fieldjacket ''Bristol'' aus Harris Tweed in green overcheck

Welcher Heritage-Klassiker für welchen Anlass

Die vier Klassiker decken unterschiedliche Anlässe und Wetterbedingungen ab. Die folgende Übersicht ordnet sie nach Saison, Wetterprofil und typischem Stil-Charakter.

Klassiker

Saison

Wetterprofil

Typischer Anlass

Stil-Charakter

Dufflecoat

Herbst und Winter

trocken bis leicht feucht, kalt

Country, Wochenende, casual-elegant

nordisch-rustikal

Trenchcoat

Frühling und Herbst, milder Winter

Regen, Wind

Business, Stadt, Reise

klassisch-elegant

Cabanjacke

Übergang und Winter

Wind, kühle Witterung

Stadt, casual-smart

maritim-elegant

Fieldjacket

Übergang und Herbst

Wind, leichter Regen

Country, Outdoor, Wochenende

rustikal-funktional

Für die klassische Business-Garderobe ist der Trenchcoat die offensichtliche Wahl: Er passt über den Anzug, schützt vor Regen und wirkt durchgehend formell. Für Country- und Wochenendsituationen sind Dufflecoat und Fieldjacket die naheliegenden Klassiker, je nach Anlass entweder als wärmender Wintermantel (Dufflecoat) oder als robuste Übergangsjacke (Fieldjacket). Die Cabanjacke übernimmt eine Zwischenposition: maritim-elegant genug für die Stadt, kurz genug für eine entspannte Silhouette.

Für den Winter ist der Dufflecoat der wärmste der vier Klassiker, gefolgt von der Cabanjacke aus schwerer Wolle. Der Trenchcoat ist primär ein Regenschutz und ohne Innenfutter nicht winterfest; mit herausnehmbarem Wollfutter ist er bis in den frühen Winter tragbar. Das Fieldjacket eignet sich am besten für Frühherbst und milden Winter, in Wachs- oder Tweed-Varianten auch für rauere Bedingungen.

Heritage-Outerwear bei Wellington of Bilmore

Wellington of Bilmore führt die wichtigste britische Heritage-Outerwear als eigenständige Kategorien für Damen und Herren. Vom klassischen Dufflecoat und Trenchcoat über die maritime Cabanjacke bis zum klassischen Zweireiher umfasst das Sortiment die zentralen Klassiker in klassisch geschnittenen Varianten und mit dem für Wellington of Bilmore typischen Materialfokus auf Schurwolle, Woll-Kaschmir und gewachster Baumwolle.

Häufige Fragen zu Heritage-Outerwear

Was ist ein Dufflecoat?+

Ein Dufflecoat ist ein hüftlanger bis knielanger Wollmantel mit Knebelverschlüssen (Toggles) und Kapuze. Sein Name geht auf die belgische Stadt Duffel zurück, in der der schwere Wollstoff ursprünglich produziert wurde. Bekannt wurde er durch die britische Royal Navy, die ihn als robuste Winteruniform an Bord einsetzte. Field Marshal Montgomery prägte den Mantel im Zweiten Weltkrieg so stark, dass er im englischen Sprachraum auch „Monty Coat“ genannt wird.

Woher kommt der Trenchcoat?+

Der Trenchcoat wurde im Ersten Weltkrieg für britische Offiziere in den Schützengräben (englisch trenches) entwickelt. Die Marken Burberry und Aquascutum lieferten die ersten serienreifen Modelle aus wasserabweisendem Gabardine, einem Stoff, den Thomas Burberry bereits 1879 entwickelt hatte. Nach dem Krieg etablierte sich der Trenchcoat als ziviler Mantel und wurde durch Filme und prominente Träger zum dauerhaften Stil-Klassiker.

Was ist eine Cabanjacke?+

Eine Cabanjacke (im Englischen Pea Coat) ist ein kurzer, doppelreihiger Wollmantel mit breitem Revers, hoher Knöpfung und großen Knöpfen. Sie hat ihren Ursprung in der niederländischen und französischen Marine des 18. Jahrhunderts und etablierte sich im 20. Jahrhundert als ziviler Klassiker. Klassische Farbe ist Marineblau, ergänzt durch Anthrazit und Schwarz.

Was ist der Unterschied zwischen Caban und Cabanjacke?+

„Caban“ ist der französische Originalbegriff für den maritimen Doppelreiher. Im deutschen Sprachraum hat sich „Cabanjacke“ für die klassische hüftlange Variante etabliert, während „Cabanmantel“ die längere, knielange Adaption bezeichnet, die das Design in einen Mantelschnitt überträgt. Alle drei beruhen auf demselben Marine-Vorbild und teilen die typischen Merkmale: schwere Wolle, doppelreihige Knöpfung, breites Revers.

Was ist eine Feldjacke oder ein Fieldjacket?+

Eine Feldjacke (Fieldjacket) ist eine robuste, mehrtaschige Außenjacke mit militärischer Herkunft. Die bekannteste Variante ist das US-amerikanische M-65 Field Jacket aus den 1960er-Jahren. Typische Merkmale sind vier große aufgesetzte Außentaschen, Schulterklappen, ein robuster Stehkragen mit oft verstaubarer Kapuze und ein Tunnelzug an Bund oder Taille. Im britischen Country-Stil wird die Feldjacke häufig in Tweed oder gewachster Baumwolle gefertigt.

Welcher Heritage-Klassiker ist am wärmsten?+

Im Vergleich der vier Klassiker ist der Dufflecoat der wärmste, weil die dicke Walkwolle gleichzeitig isolierend und windabweisend wirkt. Die Cabanjacke folgt mit ähnlich schwerer, aber kompakter Wolle, ist allerdings hüftlang und damit weniger geschützt am Oberschenkel. Trenchcoat und Fieldjacket sind ohne wärmendes Innenfutter eher Übergangsstücke und werden in der kalten Saison mit herausnehmbaren Steppfuttern oder dickerem Strick darunter getragen.

Welcher Mantel passt zum Anzug?+

Der klassische Mantel zum Anzug ist der Trenchcoat. Er ist knietief, doppelreihig und schließt sauber über dem Sakko ab, ohne dass der Anzug knittert. Auch ein klassischer Zweireiher-Mantel in Wolle oder Woll-Kaschmir funktioniert hervorragend. Cabanjacken und Dufflecoats sind kürzer geschnitten und passen eher zu legereren Anzug-Kombinationen oder zu Sakko und Hose. Das Fieldjacket ist für den Anzug nicht die richtige Wahl.

Wie kombiniert man einen Trenchcoat?+

Der Trenchcoat ist der vielseitigste Heritage-Klassiker. Klassisch geschlossen wird er mit Gürtelschnalle und doppelter Knopfreihe getragen, locker fällt er offen und mit nachlässig geknotetem Gürtel. Im Business funktioniert er über Anzug oder Etui-Kleid, im Casual-Look über Jeans und Strick. Klassische Farben wie Beige und Khaki sind die vielseitigsten, Marineblau und Anthrazit wirken etwas formeller.